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Skenderboi am Lorenzstein

Im März 1989 trabten Thomas und ich nach Ottendorf, um der spektakulären Fete zu Elmars 30. Geburtstag beizuwohnen. Die Schlafsäcke hatten wir im Wohnhaus des netten Herrn, der an der Neumannmühle die Automobilparker abkassiert ausgerollt.

Das eigentliche Fest fand weiter oben im Ort statt. Es war Sonnabend und für März schon Bombenwetter - also wollten wir den Sonntag dann zum Klettern nutzen. Aus diesem Grunde nahmen wir uns vor, uns vor den härteren Drogen etwas vorzusehen, was natürlich gründlich danebenging. Wir blieben auch länger als geplant, denn es gab unzählige Flaschen eines leckeren albanischen Schnapses namens Skenderboi. Außerdem Faßbier und frische Fische, die Elmars Eltern extra von der Ostsee runtergekarrt hatten.

Als das Fest zu Ende ging, erinnerten wir uns daran, ja früh klettern gehen zu wollen. Nun waren wir immerhin noch so blickig, den kommenden Kater vorauszusehen. Also schnell noch ein paar Biere zur Bekämpfung desselben eingepackt....

Es gab aber kein Flaschenbier; so nahen wir leere Skenderboi-Flaschen und hielten sie unters Faß. Schön fest zugeschraubt, im Rucksack verpackt – und wir konnten uns beruhigt Richtung Schlafplatz begeben.

Am Sonntag standen wir heldenhaft gegen 9 auf und liefen zum Kleinen Lorenzstein. Auf der Lotlinienseite waren schon einige Seilschaften am Werke und man hatte auch familienmäßig größere Basislager errichtet.

Wir machten einen Weg – Karawane oder sowas – und es kam wie erwartet. Zu den Kopfschmerzen gesellte sich zunehmender Durst....

Rucksack auf – erste Schnapsflasche auf – angesetzt – halb leer – weitergereicht – leer.

Noch sah man uns nur verwundert an. Das änderte sich, als Thomas sich den nächsten Weg vornahm – da wurde schon gemurrt. Nach dem Abseilen wie gehabt – nächste Flasche. Böse Blicke. Nun ließen wir die Leute erst recht bei ihrem Irrglauben, wir würden Skenderboi zu uns nehmen. Es machte uns zunehmend Spaß, aber nach den dritten Weg hatten wir dann auch genug.  Noch eine Flasche als Abschluß – und der nächste Bus war unser.

Nachtrag:

Elmars 40. feierten wir in der Neumannmühle und wir waren wieder am Lorenzstein klettern, diesmal aber sinnvoller Weise schon am Sonnabend vor der Fete :-))

J. Teichert

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