Zum Thema was Gutes kommt von oben, was alles vom Felsen fällt:

 Ein leeres Faß lasse ich mir ja noch gefallen. Aber uns geschah im Winter 2000 etwas viel schlimmeres. Wir saßen am Einstieg der Bussardwand- Talwege, aneinander gekuschelt, um jeder mit einem Pott Glühwein der Kälte zu trotzen, wartend auf das Frühjahr.  Plötzlich machte es Flopp. Der Trinker H.G. blickte in seinen Glühwein. Etwas großes, braunes, war hineingefallen. Es kam von oben, schwamm und sah nicht aus wie ein uns vertrautes Gewürz. H.G. sprach: "Eh, das sieht aus wie Scheiße!" . Er nahm eine Probe zwischen Daumen und Zeigefinger um dann nach kurzem Geruchstest zu ergänzen: "Es ist Scheiße!" Am Himmel sahen wir alsbald in großen Kreisen das Toilettenpapier in das Tal gleiten. Wir danken dem Himmel (?) nachträglich für dieses bleibende Trinkerlebnis in freier Natur.  

Cleo

Die Frühaufsteher

Februar 1974, düster und kalt, kurz: absolutes Wetter zum Boofen. Nachdem uns das Veralbern der Basteibesucher und einige Kaminschabereien geistig und körperlich voll ausgelaugt hatten, bezogen wir "unsere" Boofe unter dem Westlichen Wehlturm. Da es düster wurde, aßen wir Abendbrot am Feuer und in Ermangelung ausreichend alkoholischer Getränke krochen wir irgend wann, wohl recht zeitig, in die Schlafsäcke. Vom Tiefschlaf gekräftigt und voller Tatendrang wachten wir nach einander auf und beschlossen zu frühstücken. Es war noch sehr schlechte Sicht, kurz etwas dunkel. Nach dem Essen und ausgiebiger Tagesplanung fehlte eigentlich nur noch eines: das Tageslicht. Es wollte nicht kommen. Frank B. kam ein pfiffiger Einfall. Er kramte die Uhr aus dem Rucksack und verkündete dann zum Erstaunen aller: "Ratet mal, wie spät es ist ! Genau 1.45 Uhr." Das warten auf die Sonne geschah anschließend im Schlafsack und war zwecklos.

 Cleo

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