Military

 Es geschah zu friedlichen DDR-Zeiten während des ungeliebten 18-monatigen Grundwehrdienstes bei der damaligen Armeetruppe. Zwei ambitionierte Kletterer, wir nennen sie mal K u. M) verbrachten im schönen Wonnemonat Mai das vierte oder fünfte Wochenende in einer der Kasernen in Dresden. K und M schauten sich also eine Sandsteinstützmauer bei einem Pavillion an der heutigen Stauffenbergallee zum Bouldern aus. Das Problem war, dass dieser Bereich zum Wachbereich der Posten gehörte. Für die Personen des Kasernengeländes war dieser Teil gesperrt. Es wurde also wie wild hin und her gequert, sowie einige Dreizugboulder nach oben kreiert. Während einer dieser Kletteraktionen erschien das hochrote Gesicht eines Unterfeldwebels auf der Mauerkrone. Er richtete seine Kalaschnikow auf die Beiden und schrie, das sofort mitzukommen sei. Während die Abgeführten die Zufahrtsstraße mit ihrem Bewacher entlangkamen, schoss es M durch den Kopf: drei bis fünf Tage Bau, zumindest aber Urlaubs- und Ausgangssperre. Als die Beiden dem zuständigen Offizier vom Dienst zugeführt wurden, traute M seinen Sinnesorganen nicht mehr. K arbeitete in der Stabskompanie undbegrüßte den Hauptmann mit Handschlag. Der Unterfeldwebel durfte nach kurzer Meldung ziemlich bedropst wieder abtreten. Bei einer Tasse Kaffee wurde dem Hauptmann von K und M das Klettern und Bouldern erklärt.

(Jacob S.)

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